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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Corno I+II, Oboe d’amore I+II, Taille, Fagott, Streicher und Continuo

BWV 88 gehört zu einer Gruppe von sieben im Jahr 1726 für den Leipziger Hauptgottesdienst komponierten zweiteiligen Kirchenkantaten, deren wahrscheinlich vom Meininger Herzog Ernst Ludwig gedichteten Libretti je ein Wort aus dem Alten und Neuen Testament zugrunde liegt. Bachs Komposition deutet diesen Bibeltext in ungewöhnlich bildkräftiger Weise aus, wobei die auf den Gegensatz von Fischern und Jägern abhebende Eingangsarie in wirkungsvoller Weise kreisende Wellenbögen und kernige Horntöne gegenüberstellt. Die von der Choralstrophe «Sing, bet und geh auf Gottes Wegen» beschlossene Kantate nähert sich in ihren Rezitativen, Arien und Duetten der Botschaft vom unablässig um die menschliche Seele ringenden Vatergott mit klanglicher Durchsichtigkeit und motivischer Feingliedrigkeit an. Im Mittelpunkt steht dabei Jesu ermutigende Zusage an den Fischer Petrus «Fürchte dich nicht!»