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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II auch Oboe d’amore, Trompete, Streicher und Basso continuo

Der künstlerisch selbstgewisse Bach trat sein neues Kantorenamt nicht gerade durch die Hintertür an – mit einer immerhin 14-sätzigen(!) und musikalisch äusserst reichhaltigen Kantate erwarb er sich am 30. Mai 1723 in der Leipziger Nikolaikirche den «guten Applaus» seiner Hörergemeinde. Dass der Eingangschor in eine repräsentative Ouvertüren-Form eingearbeitet ist und die Kantate auch eine solistische Trompete einbezieht, passt zu diesem zukunftsfrohen Gestus. Zugleich hat Bach darin der so zeitlosen Bitte nach dem täglichen Brot und der auch geistlichen Speisung für alle Menschen berührend Ausdruck verliehen.