für Sopran und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Oboe da caccia, Violoncello piccolo, Streicher und Basso continuo
Die zum 2. Pfingsttag 1725 komponierte Choralkantate ist wie die meisten der von Bach vertonten Libretti der Leipziger Dichterin Mariana von Ziegler besonders farbig instrumentiert. In dieser Klangvielfalt und dem schwingenden und tänzerischen Duktus gleich mehrerer Sätze tönt neben der dem Hochfest gebührenden Freude zugleich die Verschiedenheit der pfingstlichen Zungen an. Das vom Opfergang Christi redende elegische Siciliano des Eingangschores sowie auch die schroff Gläubige von Verworfenen scheidende Gerichtswelt des Schlusssatzes werden hingegen von der archaisch-priesterlichen Aura des Zink und der Posaunen gefärbt.
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