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für Sopran, Tromba, Streicher und Basso continuo

Die Evangelienlesung für diesen Trinitatissonntag ist ein Abschnitt aus der Bergpredigt, in welchem Jesus von falscher und echter Sorge spricht und dazu auffordert, nicht kleingläubig um den Lebensunterhalt zu sorgen, sondern zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten (Matthäus 6, 24–34). Der Kantatentext nimmt diese Gedanken andeutungsweise auf und setzt sie fort mit dem Lob Gottes und dem Dank für erfahrene Wohltaten. Bach entwarf für diesen Text eine seiner wenigen reinen Solokantaten, wobei es sich bei der auf 1730 datierbaren Fassung möglicherweise um die erweiterte Fassung einer älteren (Weimarer?) Komposition handelt. Der von ihm selten verwendete Begriff «Cantata» korrespondiert dabei mit einer besonders modernen und höfischen Schreibart der Komposition. Die autographe Bestimmung «et in ogni Tempo» erlaubte ausdrücklich eine Darbietung auch jenseits des 15. Sonntags nach Trinitatis; vom Komponisten handschriftlich ergänzte Textvarianten deuten auf mindestens eine Wiederaufführung zu besonderen Anlässen.