für Sopran und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo
Der Text stammt aus einem Jahrgang von Kantatendichtungen, die Johann Friedrich Helbig 1720 unter dem Titel «Aufmunterung zur Andacht» für den Hof im thüringischen Eisenach veröffentlicht hatte. Im Vorwort heisst es, er habe bewusst auf «poetische Zierligkeiten» verzichtet, weil «christliche Einfalt» der schönste Schmuck derartiger Dichtung sei. Der Text ist auch von Georg Philipp Telemann in Musik gesetzt worden. Er nimmt Bezug auf das Evangelium des Sonntags, Lukas 14, 1–11, wo im zweiten Teil die Warnung Jesu vor Rangsucht und Hochmut zur Sprache kommt. Helbigs von manchen Kommentatoren als «dürftige Poesie» disqualifiziertes Libretto hat Bach vor eine hörbar schwierige Aufgabe gestellt, ihn jedoch zu einer besonders bildhaften und kontrastreichen Vertonung angeregt.
