Unterstützen

für Sopran, Alt und Bass, Vokalensemble, Oboe I + II, Blockflöte I + II, Streicher und Basso continuo

Die zum 1. Sonntag nach Trinitatis 1726 entstandene zweiteilige Kantate BWV 39 ist ganz vom Gedanken des gottgefälligen Erbarmens mit den Notleidenden sowie der Aufforderung zum Dank für die empfangenen göttlichen Wohltaten geprägt. Ihr ausgedehnter Eingangssatz gehört mit seiner Verknüpfung von bildhafter Vokaldeklamation und ausgefeilter Fugenstruktur, seiner demutsbetonten Instrumentierung sowie der atemberaubenden inneren Beschleunigung zu Bachs bedeutendsten Bibelwortchören. Auch die feinsinnig registrierten Arien und Rezitative zeigen Bach auf der Höhe seiner Textaneignung und Klangdisposition; es braucht dabei nur eine flüssige Continuostütze, um dem Hebräer-Wort «Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht» angesichts der gewählten Bass-Sololage christusgleiche Eindringlichkeit zu verleihen.