für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I-III, Tromba da Tirarsi, Tromba, Fagott, Streicher und Basso Continuo
Die Kantate BWV 20 entstand zum ersten Sonntag nach Trinitatis 1724, mit dem Bach seinen zweiten Leipziger Jahrgang begann. Zugrunde liegt das Lied Johann Rists (1642), das die im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus (Lk 16) angesprochene ewige Verdammnis interpretiert. Bachs Vertonung geriet zu einer echten «Schreckensmusik», die die Hörer mit der fürchterlichen Erkenntnis der göttlichen Strafe in Ewigkeit fortlaufend «terrorisiert» und drastisch zu Umkehr und Weltabsage auffordert.
