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Die Kantate «Himmelskönig, sei willkommen» BWV 182 entstand zum Palmsonntag 1714 als erste Komposition nach Bachs Ernennung zum Konzertmeister am Weimarer Hof. Alfred Dürr vermutet aufgrund einer Vorschrift in einzelnen Aufführungsstimmen, dass Bach zunächst plante, die Kantate bereits nach Satz 6 mit einer Wiederholung des Eingangschores abzuschliessen. Damit hätte das Stück die altertümliche Form einer Concerto-Arie-Kantate erhalten, ein Modell, das Bach nur noch selten verwandte. Anders als in Weimar gehörte Palmarum in Leipzig zur sogenannten «stillen Zeit» (tempus clausum), in der es wie zwischen erstem Advent und Weihnachten keine Figuralmusik mit Instrumenten geben durfte. Bach hat das Stück deshalb wohl 1726 für den Festtag Mariae Verkündigung umgewidmet und damit Jesu Ankunft in Jerusalem in einem weltumspannenden Sinne überhöht.