für Sopran, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto dolce I+II, Fagott, Viola I-IV und Continuo
Die Kantate «Gleich wie der Regen und Schnee vom Himmel fällt» ist zweifellos ein Unikum im Bachschen Œuvre. Fällt schon ihre Textvorlage mit dem langen Gleichnis vom Sämann als eröffnendem Dictum, mit nur einer einzigen Arie sowie einer gleichfalls ausgedehnten Litanei als Mittelsatz völlig aus dem Rahmen, so hat Bach dies mit einer Instrumentalbesetzung aus allein vier Bratschen noch auf die Spitze getrieben. Selbst als er die aus Weimar mitgebrachte Komposition wahrscheinlich 1724 in Leipzig erneut aufführte, korrigierte er diese exzentrische Instrumentierung nicht zugunsten des gewöhnlichen Streichersatzes mit Violinen, sondern verlieh ihr durch zwei mitlaufende Blockflöten nur eine dezente Aufhellung.
