für Tenor und Bass, Vokalensemble (Schlusschoral), Flauto traverso, Oboe d’amore, Streicher und Basso continuo
Beim vorliegenden Text handelt es sich um den ersten Teil der in einem Gedächtnisgottesdienst am 6. Februar 1727 dargebotenen Trauermusik für den bereits 1726 verstorbenen Kammerherrn und Hofrat Johann Christoph von Ponickau. Die Musik hatte noch einen zweiten Teil («nach der Predigt»), dessen Text nicht von Picander, sondern von Georg Christian Lehms stammt; diese Komposition ist jedoch nicht erhalten. Bach hat diese Kantate wahrscheinlich später auch selbst am Fest Mariae Reinigung wiederaufgeführt – was leicht möglich ist, berichtet doch die Evangelienlesung dieses Tages vom greisen Simeon die Worte: «Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.» Da die spätere Fassung nur in einer Abschrift des Thomanerpräfekten Penzel von 1755/56 überliefert ist, bleiben hinsichtlich der Werkchronologie und Instrumentierung sowie des Anteils Bachs an der Umarbeitung Fragen offen.
