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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Tromba, Oboe I+II, Oboe d’amore, Oboe da caccia I+II, Streicher und Basso Continuo

Der Text geht auf eine für den 4. Advent bestimmte Weimarer Kantate von Salomon Franck zurück. Sie umfasste nur die Nummern 1, 3, 5, 7 und 9 und einen anderen Schlusschoral. Da in Leipzig zwischen dem 1. Advent und dem Weihnachtstag keine Kantaten aufgeführt wurden, konnte sie dort nicht mehr verwendet werden. Mit eingefügten Rezitativen und durch Umdichtung des Chorals gab ihr ein unbekannter Dichter die neue Bestimmung für das Fest Mariae Heimsuchung am 2. Juli 1723. Gemeint ist Marias Besuch bei Elisabeth und ihr Lobgesang (Magnificat) gemäss der Evangelienlesung, Lukas 1, 39–56. Die Hinzufügung von Rezitativen und die Verwandlung in eine zweiteilige Predigtkantate zeigt das gegenüber den Weimarer Bedingungen stark veränderte Anforderungsprofil von Bachs Leipziger Kirchenwerken. Die durchkomponierten oder mit stark variierten Wiederholungen versehenen Arien verraten mit ihren zarten und solistischen Klangfarben hingegen die Herkunft aus Bachs intimerer Weimarer Hofkirchenmusik.