Unterstützen

für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno, Flauto traverso, Oboe d’amore, Streicher und Continuo

Im Rahmen seines Choralprojektes hatte Bach 1724/25 neben den gewöhnlichen Sonntagen auch die Marien- und Sonderfeste mit einer liedbezogenen Kantate auszustatten. Dazu gehörte der die Epiphaniaszeit beschliessende Tag Mariae Reinigung (2. Februar), dessen Festcharakter eng mit dem Evangelium vom greisen Simeon verbunden ist, dem verheissen war, dass er erst selig sterben könne, wenn er den neugeborenen Heiland in seine Arme geschlossen hätte. Das dazugehörige Canticum Simeonis («Herr, nun lässest du deinen Diener in Friede fahren») gehörte zu den in Begräbniskontexten meistvertonten Texten, da es in besonderer Weise Sterbebereitung und Erlösungsgewissheit verknüpft. Es liegt über Luthers Liedparaphrase «Mit Fried und Freud ich fahr dahin» hinaus auch den frei gedichteten Sätzen unserer Kantate zugrunde, womit das Libretto einer Neuaneignung zweier klassischer Luthertexte entspricht.