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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno, Oboe d’amore I+II, Streicher und Basso Continuo

Die Kantate BWV 116 bildet den zum 25. Sonntag nach Trinitatis 1724 bestimmten Teil des Choraljahrgangs. Sie artikuliert die zeitlose Bitte um Frieden und Errettung aus Not und Strafe jedoch in so drängend-beklemmender Weise, dass man in der Bachforschung lange an einen aktuellen Kompositionsanlass glauben mochte (etwa im Umfeld der für Sachsen verderblichen Schlesischen Kriege ab 1740). Dass sämtliche Sätze in stark gewürzten Kreuztonarten stehen und Bachs Partitur aufgrund ihrer exaltierten Harmonik und markanten Notation von Doppelkreuzen stellenweise schwer lesbar ist, passt zur gespannten Atmosphäre dieser Busskantate in tempore belli.