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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe I+II, Taille, Streicher und Basso Continuo

Das Evangelium, über das an diesem Sonntag gepredigt wurde, ist die Geschichte vom königlichen Beamten, welcher Jesus um Heilung seines sterbenden Sohnes gebeten hatte und dem Wort Jesu vertraute: «Geh hin, dein Sohn lebt!» (Johannes 4, 46-54). Der Text der Kantate geht nicht direkt darauf ein, sondern widmet sich ganz allgemein den Gedanken von Glaubenszuver­sicht und Gottvertrauen. Unter Bachs drei vom Choral «Was Gott tut, das ist wohlgetan» ausgehenden Kantaten (BWV 98, 99, 100) ist dies die am stärksten kammermusikalisch ausgerichtete Komposition. Die sparsame Instrumentierung und der Verzicht auf einen Schluss­choral machen sie zu einer Besonderheit unter Bachs Kantaten. Nach den grossbesetzten «Visitenkarten» des Leipziger Dienstantritts 1723/24 und dem gran­dios einheitlichen Choraljahrgang 1725/25 setzte Bachs ab 1726 offenbar zunehmend auf ökonomischer gebaute Kirchenmusiken mit mehr solistischer Faktur.