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für Sopran, Vokalensemble, Corno I+II, Oboe I-III, Fagott, Streicher und Basso Continuo

Der unbekannte Textdichter knüpft an Gedanken aus dem Sonntagevangelium an, bei der Frage der Phari­säer an Jesus, ob es erlaubt sei, dem Kaiser Steuer zu zahlen (Matthäus 22, 15–22). Er zieht aber nicht die Antwort Jesu in Betracht («Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist !»), sondern geht von der Hinterlist der Pharisäer aus, welche er in ihrer tückischen Fangfrage erkennt. Er beginnt mit einer anklagenden Rede gegen die Falschheit der Welt, von welcher der Christ sich abwenden soll. Im zweiten Teil ist von der Treue Gottes die Rede, auf welche der Mensch sich verlassen darf. Die Einbeziehung einer ausgedehnten und grossbesetzten Sinfonia verleiht der eher kammermusikalischen Soprankantate einen erheblichen Klangaufputz, der womöglich den Kontrast zwischen der glänzenden, aber falschen « Welt », und der von Selbstbesinnung und Seelenstärke redenden Solopartie hervorheben soll.