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für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe d’amore I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Mit «Schwingt freudig euch empor!» hat Bach eine lichte Kantate vorgelegt, die in besonderer Weise für den Advent geschaffen scheint, der keine rauschende Festperiode ist, sondern eine Zeit der ernsthaften Vorbereitung darstellt, die dennoch wie von einem warmen Kerzenschein erleuchtet wird. Dieser schlüssige Gesamteindruck erstaunt insofern, als Bach dafür mehrere weltliche Vorstadien für Köthener und Leipziger Auftraggeber heranzog, um sie zunächst in eine von seinem Schüler Kirnberger überlieferte fünfsätzige geistliche Kantate zu verwandeln, die 1731 durch Aufnahme dreier Choralsätze zu einer zweiteiligen Predigtkantate ausgebaut wurde. Damit entstand eine für Bachs Reifezeit ungewöhnliche Form, die gänzlich auf Rezitative verzichtet und die durch drei unterschiedliche Strophen des Liedes «Nun komm, der Heiden Heiland!» Züge einer Choralpartita mit freien Einschüben aufweist. Etwa um 1735 muss Bach dann die Cantus-firmus-freien Sätze der Kantate für einen Vertreter der Leipziger Juristenfamilie Rivinus rückprofaniert haben («Die Freude reget sich», BWV 36b).