für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno, Flauto traverso, Oboe I–III, Fagott, Streicher und Continuo
Die Kantate «Ach wie nichtig, ach wie flüchtig» ist über ihre Bestimmung für den 24. Sonntag nach Trinitatis hinaus auch musikalisch stark von der Atmosphäre spätherbstlicher Düsternis und Unbehaustheit geprägt. Ihr auf das Lied Michael Francks (1652) zurückgehendes Libretto setzt die jahreszeitlichen Naturerscheinungen in ungewöhnlich direkter Weise als Metaphern der Vergänglichkeit ein. Im Zusammenspiel von wallenden Nebeln, trüben Wassergüssen und absterbenden Blumen entsteht so eine «November»-Kantate von eindringlicher Prägnanz und Bildkraft.
