für Sopran, Tenor und Bass, Vokalensemble, Corno I+II, Oboe da cacc. I+II, Streicher und Continuo
Besonders erlesen ist die Besetzung der Kantate «Wie schön leuchtet der Morgenstern». Da sie 1851 den ersten Band der gerade ins Leben gerufenen Bach-Gesamtausgabe eröffnete, erhielt sie später die Nummer 1 des BWV. Mit dieser Kantate beendete Bach zum Festtag Mariae Verkündigung 1725 seinen im Sommer 1724 begonnenen Choraljahrgang. Neben vier Singstimmen und den obligatorischen Streichern verlangt sie mit zwei konzertierenden Violinen, zwei Oboen da caccia sowie zwei Hörnern gleich drei Paare seltener Soloinstrumente. Das Heranziehen der Blechbläser könnte dabei einem für dieses feierliche Lied naheliegenden Besetzungstopos entsprechen – hatte doch auch Bachs Amtsvorgänger Johann Kuhnau eine «Morgenstern»-Kantate mit zwei obligaten Hörnern komponiert.
