für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Traversflöte I+II, Oboe d’amore I+II, Streicher und Basso continuo
Es ist nicht der am Himmel funkelnde Morgenstern selbst, der diese Epiphaniasmusik durchleuchtet. Vielmehr bietet Bach die lichte Klanglichkeit von Traversflöten und Oboen d’amore sowie einprägsame Rhythmen und prägnant artikulierte Melodiezüge auf, um den Widerschein der mit dem Jesuskind in die Welt gekommenen neuen Realität im Menschenherz zu beschreiben. Das Spektrum der Affekte reicht dabei von der kindlichen Geborgenheit des Eingangschores über die einsichtsvolle Bereitschaft zur «harten Kreuzesreise» bis zur entschlossenen Hinwendung zum Mensch gewordenen Jesus in aller « Einsamkeit» der Welt. Diese so gar nicht kämpferisch-choralmässige Immanuelskantate markiert einen nachdenklichen Jahresbeginn, den in aller Hoffnung ein Hauch wissender Trauer durchzieht.
