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Für Vokalensemble (Doppelchor), Oboe I+II, Taille, Streicher und Basso continuo

Die für einen unbekannten Traueranlass entstandene achtstimmige Motette BWV 228 kombiniert Verse aus dem Buch Jesaja mit Choralstrophen aus Paul Gerhards Lied «Warum sollt ich mich denn grämen». Die Komposition besticht in ihrem ersten Teil durch ihr kraftvolles wechselchöriges Konzertieren, in dessen energischen Zuspruch «Fürchte dich nicht» sich immer wieder elegische Fortspinnungen mischen. Der auf vier Stimmen verdichtete zweite Hauptabschnitt führt in Bass, Tenor und Alt die beiden Textglieder «Denn ich habe dich erlöset» und «Ich habe dich bei deinem Namen gerufen» durch, über denen der Sopran zeilenweise das Gerhard‘sche Trostlied intoniert, bevor die Motette mit einer wirkungsvoll aufgefächerten Erinnerung endet: «Fürchte dich nicht.»

Motette von Johann Christoph Bach, «Fürchte dich nicht»

Fürchte dich nicht, denn ich hab‘ dich erlöst,
ich hab‘ dich bei deinem Namen gerufen,
du bist mein.
Wahrlich, ich sage dir:
Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

O Jesu du, mein Hilf und Ruh,
ich bitte dich mit Tränen:
Hilf, dass ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen.

Johann Heinrich Schmelzer: «Lamento sopra la morte Ferdinandi III»

Motette von Johann Sebastian Bach, BWV 228 «Fürchte dich nicht»