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für Sopran, Tenor und Bass, Oboe d’amore I+II, Traversflöte, Trompete, Streicher und Basso continuo

Einen raren Einblick in Bachs Aufführungswerkstatt gewährt die nur in späterer Abschrift und womöglich unvollständig überlieferte Kantate «Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen». Sind doch den fünf zweifellos Bach’schen Sätzen dort noch ein Choral sowie ein Fugenchor Telemanns vorangestellt, die vielleicht mit einer Umwidmung zum Ostersonntag zu tun haben. Im einleitenden Duett für Sopran und Tenor sowie in der Bassarie dominieren deutende Klangfarben, die die mit der Auferstehung verbundene Verwandlung in einer funkelnden Violinpartie fassen sowie die Wundermacht des Osterfürsten mit Trompetenfanfaren über einem tänzerischen Orchesterteppich illustrieren. Bachs sensibler Musik geht es hörbar darum, Jesu befreiendes Leben und die Überwindung des mosaischen Gesetzes unmittelbar dem Herzen einzuprägen.