für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe d’amore I+II, Streicher und Basso continuo
Die zum Sonntag nach Neujahr bestimmte V. Kantate des Weihnachtsoratoriums gehört zu den weniger bekannten Teilen des berühmten Zyklus von 1734/35. Im Zentrum des Geschehens stehen diesmal die Weisen aus dem Morgenlande, deren ausdauernde Suche nach dem neugeborenen Kind als nachahmenswertes Beispiel für das sehnende Verlangen nach dem göttlichen Licht gezeichnet wird, das im Vergleich zum finsteren Streben des Königs Herodes umso heller zu leuchten vermag. Entsprechend schlägt die mit Oboen d‘amore und Streichern kammermusikalisch besetzte Kantate verinnerlichte Töne an, die vom schwungvollen Perpetuum mobile des Eingangschores «Ehre sei dir, Gott, gesungen» einladend überwölbt werden.
